| 19. April 2011
LSB-Delegation besucht Tunesien – Gespräche mit neuem Sportkommissar
Seit 43 Jahren unterhält der Landessportbund Rheinland-Pfalz eine fruchtbare Sportpartnerschaft in die tunesische Region Cap Bon. Um diese gewachsene Verbindung auch nach dem politischen Umbruch in dem nordafrikanischen Land zu festigen, reiste eine LSB-Delegation um Präsidentin Karin Augustin, Hauptgeschäftsführer Lothar Westram und Helmut Loenenbach, Vorsitzender des LSB-Arbeitskreises für internationale Fragen, nach Tunesien.

Freundschaftsläufe gehörten zum Programm in Tunesien. (Foto: D.Mouret)
Sportlicher Anlass für den Besuch waren die Freundschaftsläufe, die der LSB mit seinem Bildungswerk und dank der Unterstützung von Lotto Rheinland-Pfalz zum 27. Mal ausrichtete. 500 Läuferinnen und Läufer, darunter 40 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz, gingen über die Distanzen zwischen fünf und 34 Kilometer auf die Strecke. Der Kurs wurde in diesem Jahr erstmals geändert: Aus Angst vor Anschlägen verlegten die Organisatoren die Streckenführung verstärkt in die Stadtgebiete von Hammamet und Nabeul.
Die Freundschaftsläufe bildeten den sportlichen Rahmen für zukunftsweisende Gespräche zwischen den LSB-Vertretern und dem neuen Sportkommissar der Region, Foued El Khaldi. Dem Nachfolger von Fatma Rouissi ist sehr daran gelegen, die Partnerschaft mit dem LSB fortzusetzen. „Und auch wir haben klar gemacht, dass wir sehr an einer Fortsetzung und einen Ausbau der Zusammenarbeit interessiert sind“, sagte LSB-Präsidentin Karin Augustin. „Wir haben sofort über die anstehenden Projekte gesprochen.“

Zur Festigung der Sportpartnerschaft besuchte eine LSB-Delegation Tunesien: LSB-Vizepräsident Günter Berg (3.v.l.), daneben Präsidentin Karin Augustin, Helmut Loenenbach, Leiter des Arbeitskreises für Internationale Fragen (3.v.r.) und Lothar Westram, LSB-Hauptgeschäftsführer (2.v.r.) (Foto: D. Mouret)
So sollen die Freundschaftsläufe weiterhin fester Bestandteil der Partnerschaft sein, zudem wird der Landessportbund auch in Zukunft Ausbildungsseminare in Nabeul ausrichten. Ein neuer Anfang ist bereits gemacht: Während des aktuellen Besuchs bot der LSB unter der Leitung von Hiltrud Gunnemann das Seminar „Sport und Gesundheit“ an. 25 tunesische Übungsleiter, Trainer und Sportlehrer erfuhren Wissenswertes über Rücken- und Bauchgymnastik.Daneben sollen weitere Projekte die deutsch-tunesische Sportpartnerschaft mit neuem Leben erfüllen. Der Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz wird Ende November fünf tunesische Ausbilder und fünf Sportlehrer aus Ruanda zu einem 90-stündigen Seminar nach Deutschland einladen. Die Sportjugend des LSB möchte ihre internationale Jugendbegegnung im Jahr 2012 wieder aufleben lassen. Der rheinland-pfälzische Volleyball-Verband bekundete ebenfalls sein Interesse, leistungs- und kulturorientierte Jugendcamps auszurichten. Gleiches gilt für die Basketballer der DJK Nieder-Olm, die ihre Partnerschaft mit dem Verein in Nabeul wieder aufnehmen wollen.
Angesichts dieser erfreulichen Pläne zog LSB-Präsidentin Karin Augustin ein positives Fazit des Tunesien-Besuchs: „Nach dem politischen Umbruch war es uns wichtig, die Zukunft unserer langjährigen Sportpartnerschaft zu sichern und sie auf eine stabile Basis zu stellen. Das ist uns gelungen.“
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