| 12. Mai 2011
LSB stellt modifizierte Richtlinien der Leistungssportförderung vor
Um hoffnungsvolle Athleten noch gezielter fördern zu können, hat der Landessportbund Rheinland-Pfalz die Richtlinien der Leistungssportförderung für Verbände ab dem Jahr 2012 modifiziert. Die Neuerungen präsentierte der LSB den hauptamtlichen Trainern aus Vereinen und Verbänden auf der Trainer-Konferenz in Mainz.

Im Fokus der Trainer (v.l.): Jörg Weiß (LSB-Abteilungsleiter Leistungssport), Psychologie-Professor Michael Macsenaere und Werner Schröter (LSB-Vizepräsident Leistungssport). Foto: J. Dick
„Durch die neuen Richtlinien wollen wir noch mehr Leistung herauskitzeln“, beschrieb Werner Schröter, LSB-Vizepräsident Leistungssport, die Grundidee. Das neue Konzept mache die Förderung ab 2012 wesentlich flexibler. Neben einer pauschalen Grund- und Schwerpunktförderung können Landesfachverbände in größerem Maße als bisher auf die finanzielle Unterstützung einzelner Projekte hoffen, mit denen Nachwuchsleistungssportler gezielt gefördert werden.
„So können wir auf aktuelle Entwicklungen besser reagieren“, erklärte Jörg Weiß, LSB-Abteilungsleiter Leistungssport. „Bisher war über den Förderzeitraum von zwei Jahren von vornherein klar, wie viel Geld welcher Verband bekommt.“ Nun wird noch stärker nach dem Prinzip Leistung verfahren. „Die Projektförderung ist ein gutes Steuerungselement, um zielorientiert zu unterstützen“, sagte Schröter. Verbände können ab sofort Planungsgespräche mit dem LSB zu ihren Projektanträgen vereinbaren.
Mit Interesse verfolgten die knapp 30 Trainer die Ausführungen der LSB-Verantwortlichen, ebenso wie das Impulsreferat des Mainzer Sportpsychologie-Professors Michael Macsenaere. In seinem Vortrag zum Thema „Problemalter Pubertät: Wie reagiere ich als Trainer darauf?“ gab er hilfreiche Tipps, wie mit Heranwachsenden im Training umgegangen werden kann.
Jugendliche sollen demnach wie Erwachsene behandelt und in wichtige Entscheidungen miteinbezogen werden. Als fruchtbarste Lernform biete sich das Modelllernen, die Orientierung an geeigneten Vorbildern, an. Außerdem riet Macsenaere den Trainern, ihre eigenen Erwartungen an den pubertierenden Schützling zurückzuschrauben und im Falle des Misserfolgs nicht sich selbst die Schuld zu geben. Macsenaere: „Die Pubertät ist einfach eine sehr problematische und schwierige Entwicklungsphase.“





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