| 24. März 2011
LSB und Bildungsministerium verleihen in Mainz den Pierre de Coubertin-Abiturpreis

Auszeichung für sportliche Abiturienten: In Mainz ehrten der LSB und das Bildungsministerium die Preisträger. Foto: C. Palm
Eine gute Sportnote allein reicht nicht. Um den Pierre de Coubertin-Abiturpreis verliehen zu bekommen, müssen rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler schon etwas mehr leisten, etwa eine Schulmannschaft betreuen, Nachhilfeunterricht geben oder sich außerhalb des Sports sozial engagieren. Zum zehnten Mal zeichneten der Landessportbund (LSB) Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Schul-Absolventen mit dem Abiturpreis aus. Im Mainzer Landesmuseum wurden 57 Abiturienten geehrt.
„Sie alle sind Vertreter der olympischen Ideale“, sagte Antoine de Navacelle de Coubertin. Der Nachfahre von Pierre de Coubertin, des Begründers der Olympischen Spiele der Neuzeit, war extra aus London angereist, um an der Jubiläumsveranstaltung teilzunehmen. Sein berühmter Vorfahr hatte stets die ganzheitliche Entwicklung des Menschen im Blick, deshalb würdigt der rheinland-pfälzische Abiturpreis auch die Verdienste der Schüler außerhalb des Sports.
„Dieser Preis hat sich sehr gut etabliert“, lobte Bildungsministerin Doris Ahnen. „Er hat bundesweit viele Nachahmer gefunden.“ Sieben andere Bundesländer, zuletzt Bayern, sind inzwischen dem rheinland-pfälzischen Beispiel gefolgt und verleihen den Abiturpreis ebenfalls. „Und an deutschen Schulen in Paraguay und Uruguay wurde er auch eingeführt“, erklärte der Mainzer Sporthistoriker Professor Norbert Müller, der vor zehn Jahren den Preis ins Leben gerufen hatte. „Damals gab es in Physik, Chemie oder Deutsch solche Auszeichnungen, da durfte der Sport nicht länger fehlen“, so der Präsident des Internationalen Pierre de Coubertin-Komitees.
720 Abiturienten wurden seit der Einführung ausgezeichnet, pro Schule kann jeweils ein Schüler oder eine Schülerin vorgeschlagen werden. Mehr als 1.000 Sozialleistungen von Abiturienten hat die Jury seit 2001 notiert. „Dabei wählen wir bewusst nicht nur die besten Sportschüler aus, sondern verlangen auch Engagement in anderen Bereichen“, sagte Müller. Den nun in Mainz ausgezeichneten Abiturienten gab Bildungsministerin Ahnen die besten Wünsche mit auf den Weg. „Bewahren Sie sich Ihre Sportlichkeit und Ihr Engagement für die Zivilgesellschaft“, erklärte die Ministerin und zitierte als Leitsatz für die Absolventen die Inschrift auf der Rückseite der Coubertin-Medaille: „Weit schauen, offen sprechen, entschlossen handeln.“
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- Dokumentation zur Veranstaltung Herausforderung Ganztagsschule und Sportverein, 21.1.2011
- Dokumentation zur Veranstaltung Herausforderung Ganztagsschule und Sportverein, Teil 2
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- Vortrag Rupp "Ganztagsschule - zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie..."
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