LSB verleiht an über 130 Sportlerinnen und Sportler aus Rheinland-Pfalz die Meisterschaftsnadel in Gold

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Ob Christian Reif als sensationeller Europameister im Weitsprung, Richard und Sebastian Schmidt als erneute Ruder-Weltmeister mit dem Deutschland-Achter, Hannelore Brenner als Doppel-Weltmeisterin im Para-Dressurreiten, die „Comebackerin“ Anna Dogonadze mit dem Vize-Weltmeister-Titel im Trampolinturen oder die Mainzer Schwimmerin Angela Maurer als EM-Zweite über 25 Kilometer Freiwasserschwimmen – der rheinland-pfälzische Spitzensport kann auch auf zahlreiche herausragende Erfolge im Jahr 2010 zurückblicken. Es war also Zeit für die Meisterehrung, bei der der Landessportbund am Freitagabend in der neuen Sporthalle der TG Nieder-Ingelheim mehr als 130 Athletinnen und Athleten aus den Vereinen unseres Landes für Titel bei Deutschen Meisterschaften, Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie erste Plätze bei Welt- und Europacups mit der Meisterschaftsnadel des LSB in Gold gewürdigt hat.

LSB-Präsidentin Karin Augustin überreicht Sportminister Karl Peter Bruch die LSB-Ehrenplakette

LSB-Präsidentin Karin Augustin (l.) überreicht Sportminister Karl Peter Bruch die LSB-Ehrenplakette.

Aus rheinland-pfälzischer Sicht war 2010 in Sachen Sport ein überaus erfolgreiches Jahr. „131 Sportlerinnen und Sportler haben bei Deutschen Meisterschaften Titel gewonnen, bei Welt- und Europameisterschaften Medaillen geholt oder waren Erstplatzierte bei Welt- und Europacups“, freute sich die Präsidentin des LSB Karin Augustin, als sich Offizielle, Sportlerinnen und Sportler am Freitagabend zur traditionellen Meisterehrung des Landessportbundes in Ingelheim am Rhein trafen.
In ihrer Begrüßung hob Karin Augustin hervor, wie lang, weit und beschwerlich der Weg bis zur Siegertreppe sei. Aber wiegen Ehrungen die Strapazen auf dem Weg zum Siegertreppchen auf? Das kann nur jeder für sich beantworten. „Spitzenleistungen im Sport sind eben nicht gleichbedeutend mit Medaillen, Siegerfotos und Ehrungen, sondern auch mit Verzicht, Konzentration und Zielstrebigkeit“, erklärte Karin Augustin. Ganz klar, Sport kostet Zeit, Kraft und Nerven, er bringt aber auch Freude und Spaß. „Sport macht das Leben erst lebenswert“, weiß Karl Peter Bruch durch eigene sportliche Aktivitäten. „Sport an der Basis ist die Voraussetzung für Leistung“, schob der für den Leistungssport zuständige LSB-Vizepräsident, Werner Schröter, an anderer Stelle nach, ergänzt durch gezielte Förderung in Familien, durch Trainer, Betreuer und finanzielle Unterstützung. Die monetäre Förderung ist ein Knackpunkt. Wie sieht es mit dem finanziellen Aspekt aus?  „Der Wille zur Förderung ist da“, machte Minister Bruch klar, der sich gleichzeitig bei den Förderern des Leistungssports, allen voran Lotto Rheinland-Pfalz, bedankte. Bruch forderte dazu auf, sich auf die demografische Entwicklung einzustellen, nicht nur ältere Menschen zu beobachten und sie zur Bewegung animieren, sondern auch die Ganztagsschulen im Auge zu behalten. Gezielte Förderung ist wichtig. „Nachwuchsförderung ist mit Ihnen auf den Weg gebracht worden, Sie stehen dafür, dass behinderte Sportler genauso gefördert werden“, lobte Moderator Christian Döring den Minister. Noch einen weiteren Aspekt rückte die Präsidentin des Landessportbundes, Karin Augustin, in den Focus: .„Durch Ihre Leistungen sind Sie auch Vorbilder für unsere Kinder und die Jugend in den Vereinen“, unterstich sie und Orientierungshilfen seien heute wichtiger denn je.

Moderator Christian Döring im Gespräch mit Selcuk Cetin, Vizeweltmeister im Rollstuhl-Tischtennis

Moderator Christian Döring (r.) im Gespräch mit Selcuk Cetin, Vizeweltmeister im Rollstuhl-Tischtennis.

Die Ehrung erfolgte in mehreren Abschnitten, stimmungsvoll mit emotionalen Bildern unterlegt, die Sportler in Momenten größter Anspannung oder grenzenlosen Glücks im Augenblick des errungenen Sieges zeigten. Jeder erfolgreiche Sportler durfte noch einmal ins Rampenlicht rücken, wurde vom Publikum gefeiert, wechselte mit Sportminister Karl Peter Bruch, LSB-Präsidentin Karin Augustin oder Werner Schröter einige Sätze oder stand Moderator Christian Döring Rede und Antwort.
Einig war man sich, dass gerade die neue Hallenanlage in Ingelheim beste Voraussetzungen für Breitensport und gezielte Förderung bietet. Der Verein belegte dies bravourös mit zwei Programmpunkten. So sorgte das Aerobic-Team der TG-Nieder-Ingelheim für einen quirligen Höhepunkt. Die jungen Damen zeigten absolute Körperbeherrschung bei den Vorführungen einzelner Elemente ihrer Sportart und Ausschnitten ihrer Wettkampfauftritte. „Die Halle ist jetzt der Hammer, früher mussten wir in Schulhallen trainieren und jetzt kann man hier am Bundesstützpunkt in der neuen Halle von morgens bis abends Sport treiben und die Ausrüstung ist 1a“, erklärte Sasan Dalirnejad, der als Dritter der Europameisterschaft im Teakwondo in Ingelheim geehrt wurde und kurz zuvor zusammen mit seinen Mannschaftskolleginnen und –Kollegen eine beeindruckende Kostprobe seines Könnens zeigte.

Weitere Informationen zur Meisterehrung bekommen Sie bei: Christof Palm.

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