Sport für alle - Wir helfen mit!

LSB und Sparda-Bank unterstützen Vereine im Kampf gegen Armut
Karin Augustin und Hans-Jürgen Lüchtenborg.

Gemeinsam gegen Armut und soziale Ausgrenzung: LSB-Präsidentin Karin Augustin und Sparda-Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Lüchtenborg. (Fotos: Haro Heide)

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz und die Sparda-Bank Südwest eG setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Mit dem Projekt „Sport für alle – Wir helfen mit!“ bieten LSB und Sparda-Bank rheinland-pfälzischen Sportvereinen umfangreiche Hilfen an und unterstützen sie in dem Vorhaben, Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Vereinssport zu ermöglichen.

Das Thema Chancenminderung und soziale Ausgrenzung durch Verarmung ist aktueller denn je und gewinnt immer stärker an Bedeutung. Beinahe täglich gibt es neue Meldungen, die das soziale Ungleichgewicht aufzeigen, und auch die Anfragen nach Lösungsansätzen aus Politik und Gesellschaft an den organisierten Sport häufen sich.

Das Projekt „Sport für alle – Wir helfen mit!“ setzt genau da an, wo die Probleme am schnellsten erkannt werden: in den Sportvereinen. Häufig sind es aufmerksame Übungs- oder Jugendleiter, die schnell merken, wenn es familiäre Probleme gibt oder Kinder nicht (mehr) ins Training kommen können bzw. aus finanziellen Gründen aus dem Verein austreten müssen. „Die Vereine wissen am ehesten, wo im wahrsten Sinne des Wortes der Schuh drückt und den Betroffenen das Geld fehlt, um ein neues Paar Turnschuhe zu kaufen“, sagte LSB-Präsidentin Karin Augustin bei der Vorstellung des Projekts in Mainz.

Der LSB wird mit Hilfe der Sparda-Bank Verantwortliche aus 33 rheinland-pfälzischen Sportvereinen zu sogenannten „Vertrauenscoaches“ schulen und finanziell ausstatten, um direkt vor Ort benachteiligten jungen Menschen zu helfen.

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Cover des Flyers "Sport für alle - Wir helfen mit!"Der Flyer zum Projekt "Sport für alle - Wir helfen mit!" mit allen wichtigen Infos als PDF zum Download.„Kinder und Jugendlichen die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten zu ermöglichen, passt zu dem Sparda-Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Hans-Jürgen Lüchtenborg, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Südwest eG. „Jedes Kind hat ein Recht auf Sport, und wir wollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche im Verein ihrem Hobby nachgehen können“, erklärte Augustin.

113 rheinland-pfälzische Sportvereine hatten sich beim LSB für dieses Projekt beworben. Eine Jury wählte 33 Vereine aus den Regionen Rheinhessen, Rheinland und der Pfalz aus, die sich bereits intensiv mit dem Thema Armut und soziale Ausgrenzung auseinandersetzen. Einer davon ist der VfL Fontana Finthen. Dessen Jugendleiter Winfried Schmitt hat in diesem Bereich schon viele Aktionen gestartet, etwa Basare mit gebrauchten Fußballschuhen veranstaltet oder Kindern aus benachteiligten Familien den Beitrag erlassen. „Man muss aber ganz behutsam mit dem Thema umgehen“, berichtete Schmitt. „Viele Betroffene schämen sich.“ Die Vertrauenscoaches als diskrete Ansprechpartner seien da genau der richtige Ansatz.

Unterstützung wird garantiert

Die 33 ausgewählten Vereine werden auf vielfältige Weise unterstützt:

  • Jeweils ein bis zwei Mitglieder der ausgewählten Sportvereine werden zu sogenannten „Vertrauenscoaches“ geschult, die als Ansprechpartner vor Ort agieren.
  • Die Vereine bzw. die Vertrauenscoaches erhalten ein Budget von jeweils 5.000 Euro (verteilt auf zwei Jahre) zur Unterstützung sozialer Aktionen mit Kindern und Jugendlichen. Die Vertrauenscoaches können unbürokratisch selbst entscheiden, für welche Aktionen das Geld eingesetzt wird. Über die Verwendung der Mittel sind kontinuierlich Nachweise zu erbringen.
  • Jeder Sportverein erhält einen Spiele- bzw. Sportgerätesack im Wert von 250 Euro zur Verwendung bei Trainings- und Übungsstunden.
  • Die Vertrauenscoaches werden während des Projekts ständig qualifiziert begleitet, u.a. durch einen moderierten geschlossenen Blog oder ein modulares Handbuch mit Hilfestellungen und Tipps.
Langfristig angelegt
Lothar Westram

„Das Projekt soll keine Eintagsfliege sein“, sagt LSB-Hauptgeschäftsführer Lothar Westram.

„Das Projekt soll keine Eintagsfliege sein“, betonte LSB-Hauptgeschäftsführer Lothar Westram. Nach den zwei Jahren, auf die das Projekt zunächst angelegt ist, könne eine Zwischenbilanz gezogen und eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten aufgegriffen werden. Westram: „Die große Nachfrage der Vereine zeigt jedenfalls, dass das Thema Armut und soziale Ausgrenzung brandaktuell ist.“

Das Projekt „Sport für alle – Wir helfen mit!“ ist die Fortsetzung einer erfolgreichen Kooperation. Unter dem Projektnamen „Bewegte Köpfe denken schneller“ stattete der LSB mit Hilfe der Sparda-Bank im vergangenen Jahr rund 350 kooperierende Grundschulen und Sportvereine mit sogenannten Bewegungssäcken aus und unterstützte die Einrichtungen finanziell sowie bei der Ausrichtung von großen Spielefesten. „Wir freuen uns, jetzt die Kooperation mit dem Schwerpunkt soziale Verantwortung fortsetzen zu können“, erklärt Hans-Jürgen Lüchtenborg, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Südwest eG.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei:

Landessportbund Rheinland-Pfalz
Oliver Kalb

Sparda-Bank Südwest eG
Andreas Manthe
Tel.: 06131/915-1101
E-Mail: andreas.manthe@sparda-sw.de
Internet: www.sparda-sw.de
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