Partner der 3.Infomesse SPORT in Kaiserslautern

  • Lotto Rheinland-Pfalz
  • IHK für die Pfalz
  • Investitions- und Struktur Bank Rheinland-Pfalz
  • Arbeitsagentur Kaiserslautern
  • FH Remagen
  • Sportakademie mit der Sportlehrerausbildung Trier
  • Uni Mainz und TU Kaiserslautern
  • Landessportbund Rheinland-Pfalz und seine Sportjugend
  • Deutsche Sportjugend
  • Sportbund Pfalz
  • Südwestdeutscher Fußballverband
  • Tennisverband Pfalz
  • Fan-Projekt des 1.FC Kaiserslautern und TSG Kaiserslautern
  • Judosportverein Speyer
  • Berufsschule Frankenthal
3. Infomesse SPORT: Jugendliche wollen Hobby zum Beruf machen

Hattrick für die Infomesse Sport. Mehr als 700 interessierte Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Eltern nutzen die Gelegenheit, sich bei der dritten Auflage der Infomesse SPORT über die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten im Sport – vom FSJ über die unterschiedlichen Ausbildungsberufe im Sport bis hin zu den zahlreichen Sport-Studiengängen zu informieren.

„Der SPORT in seiner Vielfalt fasziniert Millionen von Menschen. Wir haben es vor wenigen Tagen bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver erlebt und auch die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wird es wieder zeigen – Sport begeistert und viele würden ihr Hobby gerne zum Beruf machen.“ Mit diesen Worten eröffnete Günter Berg, LSB-Vizepräsident für Bildung und Erziehung, die dritte Infomesse SPORT: Schule fertig und dann…?

Die gut besuchte FSK-1900-Ebene.

Professor Dr. Lutz Thieme (FH Remagen) informierte die fast 700 Schüler, Eltern und Lehrer in seinem Impulsreferat über Berufs-Chancen und Einsatzbereiche im Sport. (Fotos: C. Palm)

Die Infomesse erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. Verwunderlich ist dies nicht, denn zum einen war die Location mit dem Lauterer Betzenbergstadion bewusst attraktiv gewählt, zum anderen suchen viele junge Menschen aufgrund der großen Anziehungskraft des Sports gerade hier eine berufliche Perspektive. Und das zu Recht, denn der Sport- und Freizeitmarkt zählt seit Jahren zu den Wachstumsbranchen in Deutschland und bietet somit hervorragende Arbeitsplatzchancen.

Die rund 700 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer sammelten nach den beiden Auftaktmessen in Mainz (2008) und Koblenz (2009) nun auch in der dritten rheinland-pfälzischen Bundesligastadt wichtige Informationen und Erkenntnisse über das Berufsfeld Sport. Eingeladen zu der Infomesse SPORT hatte der Landessportbund Rheinland-Pfalz in Kooperation mit seiner Sportjugend sowie zahlreichen Partnern, u.a. Lotto Rheinland-Pfalz, der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, der Agentur für Arbeit sowie dem Sportbund Pfalz, dem Südwestdeutschen Fußballverband und der Deutschen Sportjugend.

Wachstumsmarkt Sport

Auf den Punkt brachte es zunächst Professor Dr. Lutz Thieme von der FH Remagen in seinem Impulsreferat „Berufs-Chancen und Einsatzbereiche im Sport“: „Man sollte nicht darauf warten, bis man in einer Zeitungsannonce den Traumjob angeboten bekommt, sondern man muss schon frühzeitig Kontakte knüpfen und pflegen.“

Diese so wichtigen Kontakte konnte man sogleich auf der Messe pflegen. IHK-Ausbildungsberater Jörg Sievers klärte über den Unterschied der Ausbildungsberufe Sport- und Fitnesskaufmann und Sportfachmann auf. So werden im ersten und zweiten Ausbildungsjahr beide Berufe zusammen unterrichtet. Im dritten Jahr wird beim Sport- und Fitnesskaufmann betriebliches Rechnungswesen, Controlling und Personalwirtschaft vermittelt, beim Sportfachmann steht sportspezifisches Training oder die Durchführung von Wettkämpfen im Vordergrund. Weiterer Unterschied: „Beim Sportfachmann kann man ab dem ersten Ausbildungstag am Trainings- und Wettkampfbetrieb teilnehmen", so Sievers. Und weiter: „Das würde ich Talenten empfehlen, die in den Spitzensport wollen, aber auch zeitgleich eine Ausbildung machen und einen Trainerschein erwerben wollen." Für alle, die Interesse an einem der beiden Ausbildungsberufe haben, gibt es wenige Meter weiter bei der Kaiserslauterer Agentur für Arbeit die entsprechenden Infos zu potentiellen Arbeitgebern.

Berufsfelder im Sport

- Der organisierte Sport: 86.000 Sportvereine mit 27 Millionen Mitgliedschaften bieten viele Berufschancen
- Sportverbände
- Sportmarketing: Sportagenturen, Sportartikelhersteller, Eventmanagement, Sportmedien
- Öffentlicher Sport: Sportämter, öffentliche Sporteinrichtungen, Sportförderung
- Fitness- und Gesundheitseinrichtungen
Wertvolle Tipps in drei Workshops

Neben den fast zwanzig Infoständen auf der Messe konnten sich die Besucher in drei Workshops nicht nur über Ausbildungsberufe, sondern auch über die unterschiedlichen Studienmöglichkeiten im Sport an Fachhochschule und Universität sowie über die Einsatzmöglichkeiten für Zivildienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport (FSJ) informieren.

„Durch das FSJ im Sport erhalten junge Menschen einen umfassenden Einblick in das Vereins- und Verbandswesen. Ein FSJler sollte schon eigene Ideen mitbringen, die in dieser Zeit umgesetzt werden können“, referierte Katja Gerlach, in ihrem Workshop.

Neue Studiengänge Bachelor und Master

Dr. Brundhilde Schumann-Schmid vom Institut für Sportwissenschaften der Uni Mainz informierte über die neuen und international üblichen Studiengänge Bachelor und Master. Weiterhin gab sie den interessierten Zuhörern wichtige Informationen zum Sportstudium mit auf den Weg. „Im Wesentlichen ist das Sportstudium nicht dazu da, um selbst Sport zu treiben, sondern um anderen die methodisch richtigen Schritte des Sporttreibens beizubringen“, so Dr. Schumann-Schmid.

Bereits seit zwölf Jahren bildet die Fachhochschule Remagen in Kooperation mit dem Landessportbund Betriebswirte mit dem Studienschwerpunkt „Sportmanagement“ und dem Abschluss „Bachelor of Arts in Sportmanagement“ aus. Der Leiter des Studiengangs, Professor Dr. Lutz Thieme, stellte in seinem Vortag das Besondere dieses in Deutschland einzigartigen Studiengangs heraus: die Verbindung von hochwertiger Hochschulqualifizierung mit sportpraktischen Phasen im organisierten Sport sowie das Zusammenspiel von Sportwissenschaft und Sportmanagement mit den Verbänden im Sport.

Staatliche Sportlehrerausbildung in Trier

Ebenfalls beteiligt ist der Landessportbund an der Staatlichen Sportlehrerausbildung an der Europäischen Akademie des Sports in Trier. „Vielseitigkeit ist eine der Stärken dieser zweijährigen Berufsfachschulausbildung“, betont der Leiter der Ausbildung, Norbert Storz. Vielfältig qualifiziert bietet sich mit dem Abschluss „Sportlehrer/in im freien Beruf“ ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt Sport, Freizeit oder Gesundheit. „Denn in vier Fachsemestern mit 1800 Unterrichtseinheiten wird ein erfolgreicher beruflicher Einstieg vorbereitet“, so Storz.

Verschiedene Infostände.

Ob am Infostand, im Workshop oder im Praxistest: Erste Kontakte zu Ausbildungsträgern, FHs, Unis oder Arbeitsagentur konnten direkt vor Ort geknüpft werden.

Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern, machte sich sein eigenes Bild der Infomesse: "Noch vor Jahren gab es keine speziellen Ausbildungsberufe oder Berufsbilder im Sport. Deshalb ist es auch für einen Oberbürgermeister interessant, sich hier einen Überblick über die neuen Berufswege aufzeigen zu lassen. Beeindruckt zeigte sich der OB von der Vielzahl interessierter Jugendlicher: "Vielleicht können wir in ein paar Jahren aus den Reihen der heutigen Besucher einen kompetenten Sportmanager bei unserem FCK begrüßen".

LSB-Vize Günter Berg zog auch nach der dritten Auflage der Infomesse ein positives Fazit: Das Bedürfnis junger Menschen nach kompakter Information rund um das Berufsfeld Sport ist riesig. Der LSB wird am Konzept der Infomesse weiter festhalten und auch im kommenden Jahr - voraussichtlich in Trier - Schülerinnen und Schüler zur nächsten Infomesse einladen.

Weitere Informationen zur Infomesse SPORT bekommen sie bei: Irene Klempan.

Impressionen: Die Infomesse SPORT 2010 des LSB in Kaiserslautern